News

Verlängerter Arm der Gießerei

28.01.2019

„Time to Market“ ist längst zur wettbewerbsbestimmenden Größe geworden, auch in den Gießereien. Mit dem Versprechen, Innovationen zu beschleunigen und Gießereiprozesse zu optimieren, hat Hüttenes-Albertus (HA) Ende 2017 sein einzigartiges HA Center of Competence eröffnet.

Viele interne und externe Kunden haben die neue Einrichtung in Baddeckenstedt, ca. 50 km entfernt von Hannover, bereits in Anspruch genommen. Mit Blick auf die GIFA 2019 zeigt HA: Ein umfassendes Sortiment an fortschrittlichen gießereichemischen Produkten ist nur eine Seite der Medaille. Als verlängerter Arm der Gießerei schließt das Unternehmen mit seinem Center of Competence (CoC) und einem durchdachten Service-Konzept die Lücke auf dem Weg vom Prototypen bis zur Serienreife. Zum Leistungsspektrum des CoC gehört buchstäblich alles, was eine Gießerei im Serienbetrieb intern nur schwierig umsetzen kann.

Auf der GIFA 2019 wird HA die Möglichkeiten seines Center of Competence anschaulich präsentieren. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, sich im Gespräch mit den HA Gießereifachleuten über die Möglichkeiten gemeinsamer Projekte auf dieser einzigartigen Innovationsplattform auszutauschen.

Das CoC verfügt über Pilot- und Industrieanlagen, die nahezu alle Prozessschritte einer Gießerei abbilden: Formen bauen, Kerne schießen, gießen. Neue Ideen und Lösungsansätze für alle Form- und Kernherstellungsverfahren können hier in der Praxis erprobt werden, ohne dass die Abläufe bei den Kunden unterbrochen werden müssen. Durch die frühzeitige Zusammenarbeit bei der Produkt- und Prozessentwicklung mit der Gießerei sowie den Maschinen- und Werkzeugherstellern kann der Zeitbedarf vom Prototypen bis zur Serienreife deutlich verkürzt werden. Gemeinsam mit den Partnern können im CoC die verschiedenen Aspekte einer Lösungsentwicklung gleichzeitig, und nicht wie sonst üblich nacheinander, bearbeitet werden.

Erweiterte metallurgische Möglichkeiten

In den vergangenen Wochen wurden im CoC die metallurgischen Möglichkeiten noch einmal entscheidend ausgebaut. So ist HA jetzt unter anderem durch die Anschaffung eines Spektrometers modernster Bauart in der Lage, Proben aus Schmelzen aller gängigen Fe- und NE/L-basierten Gusswerkstoffen zu analysieren. Darüber hinaus steht für die Kontrolle des aktiven Sauerstoffgehaltes in Gusseisen-, Stahl- und Kupferschmelzen ein portables Messgerät „Celox-Foundry“ der Fa. Heraeus zur Verfügung. Auch eine Messstation zur thermischen Analyse von Gusseisenlegierungen wird in Kürze in Betrieb genommen. Für den Bereich der NE/L-Gusswerkstoffe ist im CoC ein „Melt Tester“ der Firma MK installiert. Mit diesem lassen sich thermische Analysen und Drosstests an Al-basierten Schmelzen durchführen sowie der Dichteindex bestimmen.

Den erfahrenen HA-Ingenieuren stehen damit alle technischen Möglichkeiten für die Beratung und Entwicklung im Bereich Metallurgie zur Verfügung. Ein besonderer Service für die Kunden ist z.B. die ganzheitliche Untersuchung von Gussfehlern und die Unterstützung bei der Problemlösung.

Serviceangebot im 3D-Druck

Ein weiterer großer Schritt war Anfang 2019 die Installation eines speziell für HA konfigurierten 3D-Druckers von ExOne, mit dem nun unter anderem auch das Rapid Prototyping für Kunden möglich ist. Mit der neuen Anlage vom Typ S-Max Plus können nahezu alle 3D-Druck-Verfahren mit Sand abgebildet werden. Damit ist die schnelle Herstellung von additiv gefertigten Gießformstücken mit verschiedenen Bindertypen (Phenolharz, Anorganik, Furanharz) möglich. Die Anlage ist auch für das Drucken sehr großer und komplexer Formstücke geeignet. HA wird diese nicht nur für eigene Entwicklungsvorhaben nutzen, sondern auch für gemeinsame Projekte mit seinen Partnern und Kunden. In projektbezogener Zusammenarbeit mit ExOne sollen z.B. neue Binder und Additive für den 3D-Druck entwickelt werden.

 

Besuchen Sie uns auf der GIFA: Halle 12, Stand C 50