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Emissionsgrenzwerte Formaldehyd

20.05.2019

HA Cold-Box Binder der FR-Linie tragen aktiv zur Reduktion der Formaldehyd-Emissionen im Gießereiprozess bei.

HA bietet Lösungen für den Cold-Box Bereich.   Die Verschärfung der Emissionsgrenzwerte für Formaldehyd, die ab 2020 auch für Altanlagen gelten wird, stellt viele Gießereien vor eine neue Herausforderung. Hüttenes-Albertus (HA) ist darauf vorbereitet, seinen Kunden entsprechende Lösungen bereitzustellen: mit eigens für diese Anforderung entwickelten Innovationen bei den Cold-Box-Bindersystemen sowie bei Additiven und Schlichten.

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft (LAI) hat im Dezember 2015 die Vollzugsempfehlung Formaldehyd herausgegeben. Die dort verschärften Grenzwerte betreffen die allgemeine Betriebsgenehmigung für Anlagen. Mit Ablauf einer Übergangsfrist gelten diese ab dem Februar 2020 auch für Altanlagen. Für die Gießereiindustrie gelten hiernach die niedrigsten Grenzwerte.

In modernen HA Cold-Box Systemen ist kein freies Formaldehyd mehr vorhanden, sodass es auch mit der zukünftig von 20mg/m³ auf dann 5mg/m³ sinkenden Begrenzung in den meisten Prozessschritten kein Problem mehr gibt. Allerdings kann sich unter bestimmten Bedingungen aus dem fertigen Kern Formaldehyd abspalten.

Dies passiert hauptsächlich beim Trocknen geschlichteter Kerne im Gastrockenofen. In Abhängigkeit verschiedener Einflussfaktoren wie z.B. Temperatur, Kerngeometrie, Luftfeuchte und Strömungsgeschwindigkeit kann der neue Grenzwert von 5mg/m³ in der Abluft für manche Bestandsanlagen ein Problem darstellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Anlagentechnik zur Reduzierung der Emissionen. Oft sind diese Maßnahmen aber mit größerem baulichem, genehmigungstechnischem und auch finanziellem Aufwand verbunden.

Um der Herausforderung der massiv reduzierten Grenzwerte für Formaldehyd-Emissionen zu begegnen, bietet HA als Spezialist für Gießereichemie seinen Kunden speziell auf deren gießereispezifische Bedürfnisse abgestimmte Cold-Box Binder, Schlichten und Additive, die aktiv Formaldehyd an sich binden und damit emissionsseitig neutralisieren.

Mit der Inbetriebnahme des Center of Competence in Baddeckenstedt in 2017 ist HA noch besser in der Lage, auch spezielle Anwendungsfälle über den Labormaßstab hinaus im praxisnahen Maßstab zu erproben um neue Produkte zu entwickeln oder für den Kundenprozess zu individualisieren. Neben den klassischen Kern- und Formherstellungsverfahren stehen hier auch Anlagen für verschiedene Prozesse wie robotergestütztes Schlichten, Kerntrocknung, Schmelzaggregate und Abgussstrecke, sowie moderne Fertigungstechniken wie der 3D-Druck zur Verfügung. Diese technischen Möglichkeiten nutzt HA, um gemeinsam mit seinen Kunden Lösungen für die Herausforderungen von Morgen zu erarbeiten und eine breite Produktpalette für individuelle Anforderungen anzubieten.